Schmettleringsführung in Schwaigern
Am Sonntag, 21. Juli 2013, fanden sich, trotz hoher Temperaturen, über 25 Personen am Startpunkt Bahnhof in Schwaigern ein. Unter der Leitung von Martin Feucht, Vorsitzender des NABU Schwaigern und Fachbeauftragter für Schmetterlinge des NABU Landesverbandes Baden-Württemberg, ging es auf die Reise in die Welt der Schmetterlinge. Die Exkursion führte durch Neipperg bei Brackenheim, mit Weinberg, angrenzendem Trockenrasen und Waldsaum.Die Hitze förderte sogar noch die Aktivität der Schmetterlinge: Beobachtet wurden unter anderem verschiedene Tagfalter, wie der Zitronenfalter, unterschiedliche Bläulingsarten sowie auch ein Exemplar des Russischen Bären.
Martin Feucht zeigt verschiedene Bläulinge
Die Artenvielfalt und Anzahl der Schmetterlinge ist jedoch leider erheblich zurückgegangen. Ursache hierfür ist in erster Linie verstärkter Herbizid-Einsatz sowie der Rückgang von geeigneten Flächen, wie Brachen und Raine, außerdem das rasenähnliche Kurzhalten von Wiesenflächen und das mit diesen Ursachen einhergehende Verschwinden der Wirtspflanzen. Allein auf die Brennnesselbestände als Wirtspflanzen sind rund 50 Schmetterlingsarten als Futterpflanze angewiesen. Dazu gehören auch das Tagpfauenauge, kleiner Fuchs und Admiral.
Um so wichtiger werden deshalb für den Erhalt der Schmetterlingsarten Wegränder und Ackerrandstreifen und nicht zu vergessen auch heimische Gärten. Diese Tiere brauchen unseren Schutz, denn es würde etwas fehlen, wenn die faszinierenden Kleinode nicht mehr nektarsuchend den Sommerflieder im Garten besuchen würden. Wollen wir uns weiterhin an der Schönheit der Schmetterlinge erfreuen, kann auch jeder in seinem eigenen Garten etwas dafür tun. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die mitgebrachten Puppen von Schwärmern und Seidenraupen, die aus nächster Nähe betrachtet werden konnten.
Foto: Fledermäuse
"Rund um Menzingen"
Am 16. Juni 2013 war der NABU Kraichtal nochmals im Reich der Pflanzen unterwegs. Isis Mandl zeigte "Rund um Menzingen" was am Feldrain, auf der Wiese oder im Hohlweg so blüht und wächst. Dazu gab es Hintergrundinformationen zur Namensherkunft, Heilwirkung sowie Essbarkeit der verschiedenen Pflanzen. Los ging die Exkursion um 14 Uhr am Bahnhof Menzingen. Mit fast 20 Teilnehmern war die Führung sehr gut besucht. Direkt am Ortsrand erfuhren die Interessierten Einzelheiten über den Bewuchs von mageren und fetten Wiesen, den man nach den jeweiligen Zeigerpflanzen dem einen oder anderen Lebensraum zuordnet. Schon wenige 100 Meter weiter lagen, mit einer Schlehenhecke und einer feuchten Schilfgraswiese, wieder zwei ganz verschiedene geschützte Vegetationsbereiche vor.
Foto: Geruchstest mit Isis Mandl: Wie riecht die Pflanze?
Nur durch gezielte Pflegemaßnahmen können diese Lebensräume auch so wertvoll bleiben und in ihrer momentanen Form erhalten werden. Am anschließenden Bachrand fanden sich verschiedene Pflanzenarten wie Baldrian, Mädesüss und Sauergras. Der Rückweg führte durch einen bereits randlich mit Büschen und Bäumen bewachsenen Hohlweg, in welchem die schattentolerante Walderdbeere sowie nährstoffliebende Arten wie die essbare Knoblauchsrauke und das gegen Warzen einsetzbare Schöllkraut wachsen.
"Rund um Gochsheim“
Die Kraichtaler NABU-Gruppe bot auch 2013 Pflanzen- Führungen in manchen Stadtteilen an. Die erste Führung fand am Sonntagmorgen, den 02. Juni 2013, im Gochsheimer Herrenwald statt. Hierbei wurde erfolgreich eine Pflanzen- und eine Vogelstimmenführung miteinander kombiniert. Unter der Leitung von Peter Weickgenannt und Thomas Bratzel begann die Führung am oberen Parkplatz des Herrenwaldes. Mit 13 Teilnehmern war die Führung recht gut besucht. Von Peter Weickgenannt wurden gleich zu Beginn die verschiedenen Baumarten wie Stieleiche, Rotbuche und Ulme eindrucksvoll erklärt. Hinzu kamen verschiedene Pflanzenarten wie Adlerfarn, wilde Karde oder griechender Günsel, die am Rand des Waldweges wachsen. Verschiedene Vogelarten und -stimmen wurden unterwegs von Thomas Bratzel bestimmt und erklärt, darunter Rotkehlchen, Pirol und der Regenruf des Buchfinkes. Ebenso wurden unterwegs aufgefundene Vogelfedern der jeweiligen Art zugeordnet. Nach zweieinhalb Stunden mit intensivem Entdecken , Bestimmen und Erklären von Pflanzenarten und Vögeln endete die Führung und man verabschiedete sich, um einiges an Wissen um die heimische Natur reicher, am Gochsheimer Herrenwaldparkplatz.
ÖkoRegio-Führung in Gochsheim
Zur ersten Vogelstimmen- Führung des NABU Kraichtal am 28. April 2013 traffen sich 10 Naturfreunde um 7 Uhr am Gochsheimer Bahnhof. Unter der Leitung von Thomas Bratzel führte die Wanderung "Rund um Gochsheim". Aufgrund der recht trüben Witterung waren die gefiederten Sänger nur mäßig aktiv. Trotzdem wurden knapp über 30 Vogelarten gehört und bestimmt, darunter ein Pärchen Turmfalken sowie mehrere Nachtigallen. An einem Weinberg oberhalb Gochsheims wurden vier besonders attraktive Finkenvögel, nämlich Distelfink, Bluthänfling, Grünfink und Girlitz mit dem Spektiv (Fernrohr) beobachtet. Gegen 11 Uhr endete die Führung wieder am Bahnhof.
Am Sonntag, 5. Mai 2013 , traf sich eine Gruppe von 30 Frühaufstehern um 6 Uhr am Ortsausgang von Oberöwisheim in Richtung Pfannwaldsee. Die Wanderung führte, unter der Leitung von Ulrich Weiss, durch die abwechslungsreiche und ursprüngliche Landschaft von Oberöwisheim. Dabei ging es auch durch das Naturschutzgebiet „Kleiner Kraichbach“, durch tiefe Hohlwege sowie herrliche Streuobstbestände. Bei gutem Wetter präsentierte sich der Gruppe eine reichhaltige Vogelwelt und es wurden insgesamt 42 verschiedene Vogelarten gesehen oder gehört .
"Rund um Bahnbrücken“
Pünktlich um 6 Uhr trafen sich am 12. Mai 2013 20 besonders wetterfeste Natur- und Vogelfreunde vor dem Kindergarten in Bahnbrücken. Leiter der 3. Vogelstimmenführung in diesem Jahr war Mathias Kaiser. Bei leider regnerischem Wetter führte die Wanderung entlang an Heckenreihen und durch Waldgebiete. Beobachtet wurden unter anderem der Neuntöter, auch Rotrückenwürger genannt und der unauffällige Baumpieper, der sein Lied oft bei einem Singflug vorträgt. Die Hohltaube und der exotisch gelbe Pirol wurden leider nur an ihrem Ruf erkannt. Besondere Aufmerksamkeit bekam ein seltsames, aber gut an die Umgebung angepasstes Ringeltaubennest. Insgesamt wurden trotz Regen 30 verschiedene Vogelarten gezählt.